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Rohstoffe - Investieren oder Spekulieren?


19.06.2017 - 13:00:00 Uhr
rohstoffecheck.de

Bad Marienberg (www.rohstoffecheck.de) - Rohstoffe sind eine Anlageklasse für sich, die durch große Heterogenität gekennzeichnet ist. Ob Gold, Silber, Eisenerz, Öl, Kaffee oder Zucker, jeder Rohstoffmarkt hat seine eigenen Einflüsse, Trends und Gesetzmäßigkeiten. Eins ist dabei allen Märkten gemeinsam - die hohe Volatilität, die Vorhersagen schwierig macht. Dies erklärt, warum Rohstoff-Investments seit jeher als riskant gelten.

Sieht man von Edelmetallen ab, die traditionell auch im Vermögensportfolio von "Normalanlegern" zu finden sind, galten Rohstoff-Investments lange als etwas für Experten. Das hat sich geändert, seit mit Instrumenten wie Zertifikaten, CFD's, ETF's und anderen Fonds auch "nicht-professionellen" Investoren der Zugang zu Rohstoffmärkten einfach möglich ist. Marktinformationen lassen sich im digitalen Zeitalter ebenfalls leicht beschaffen. Klassische Banken wie zum Beispiel die Deutsche Bank bieten ihren Kunden regelmäßig entsprechende Markteinschätzungen.

Dabei gilt gerade für Rohstoffmärkte: nichts ist so stetig wie der Wandel. Nachrichten von Mitte Mai wie in einem der jüngsten Deutsche Bank-Reports sind einen Monat später schon fast wieder veraltet, auch wenn es länger wirksame Markttrends gibt. Oft sind es aber unvorhergesehene Ereignisse wie politische Krisen oder das Wetter, die Prognosen einen Strich durch die Rechnung machen und zu Überraschungen führen.

Es kommt auf die Perspektive an


Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um sich in Rohstoffen zu engagieren: Spekulieren und Investieren.


  • Bei Spekulationen wird darauf gesetzt, von Preisveränderungen auf einzelnen Rohstoff-Märkten zu profitieren. Das können sowohl steigende als auch sinkende Preise sein. Das ist das "klassische" Rohstoff-Investment. Die Perspektive ist eher kurzfristig bis hin zum Intraday-Handel, allenfalls mittelfristig.
  • Beim Investieren geht es um längerfristige Rohstoff-Engagements, die die Vermögensbildung positiv beeinflussen sollen. Hier steht weniger im Fokus, von kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren, sondern auf längere Sicht an Wertentwicklungen zu partizipieren. Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Beitrag, den Rohstoffe zur Risiko-Diversifikation von Vermögensportfolios leisten können.

Spekulieren funktioniert bei Rohstoffen vor allem über Zertifikate und CFD's. Börsengehandelte Rohstoff-Zertifikate werden auch als ETC's - exchange traded commodities - bezeichnet. Sie stellen Schuldverschreibungen dar, deren Wert an die Preisentwicklung eines Rohstoffs gebunden ist. Als Basis dienen oft Futures und andere Terminkontrakte. Dabei kann es sich, muss es sich aber nicht um eine identische Nachvollziehung des Preises handeln. CFD's - contracts for difference - setzen dagegen auf die Entwicklung von Preisdifferenzen und besitzen damit einen eingebauten Hebeleffekt mit einer entsprechenden Multiplikation von Chancen und Risiken.

Spekulieren - lohnt sich das?


Ob Spekulieren tatsächlich eine nachhaltiges Handeln darstellt, ist umstritten. Es gibt Finanztheoretiker, die bezweifeln, dass es auf Dauer möglich ist, mit vermeintlichen Informations-Vorsprüngen erfolgreich zu sein und den Markt zu schlagen. Das gilt auch für Rohstoff-Märkte. Danach wäre es sinnlos, auf Preisentwicklungen bei einzelnen Rohstoffen zu setzen. Das reale Marktgeschehen widerspricht dieser Erkenntnis. Sonst gäbe es nicht viele Akteure, die Marktinformationen und -einschätzungen für sich nutzen. Sie sehen Rohstoff-Spekulation nicht als reines "Glücksspiel".

Investieren - die strategische Sicht


Anders sieht es mit strategischen Rohstoff-Investments aus. Hier geht es darum, Rohstoffe sinnvoll bei der Vermögensbildung zu integrieren. Dabei steht nicht ein bestimmter Rohstoff im Fokus, sondern Rohstoffe als Anlageklasse an sich. Der Rohstoffhunger der Welt wird auch in Zukunft nicht geringer werden und absehbare Verknappungen sprechen für steigende Bewertungen auf lange Sicht. Ein ideales Instrument für solche "strategischen" Rohstoff-Investments sind ETF's - exchange traded funds -, die sich auf Rohstoffindizes beziehen. In solchen "Körben" wie dem S&P GSCI werden ganze Bündel an unterschiedlichen Rohstoffen abgebildet. Neben ETF's bieten sich auch aktiv gemanagte Rohstoff-Fonds an, von denen es ebenfalls etliche gibt. Eine Alternative ist der Erwerb von Aktien mit Rohstoffbezug, zum Beispiel von Minen und Bergwerksbetreibern.

Wie stark man Rohstoffe in seinem Portfolio gewichtet, hängt von der Einstellung zu Rendite und Risiko an. Sicherheitsorientierte Anleger werden eher geringere Gewichtungen wählen, risikobereitere Investoren sich dagegen stärker engagieren. (19.06.2017/rc/a/e)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

News, übermittelt von der aktiencheck.de AG.
Die aktiencheck.de AG veröffentlicht diese News im Auftrag des gegenständlichen Unternehmens. Für den Inhalt ist das Unternehmen selbst verantwortlich.






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