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Edelmetalle und Edelmetallaktien im Dezember zugelegt


10.01.2018 - 10:54:47 Uhr
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Die Edelmetalle und Edelmetallaktien können im Dezember zulegen, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Weiterhin würden die Indikatoren für eine Zunahme der Preissteigerungsraten divergieren. Während der Ölpreis und die Preise für Basismetalle hätten zulegen und das Jahr 2017 mit Gewinnen von über 20% abschließen können, sei der Baltic Dry-Index im Dezember eingebrochen.

Derzeit würden die Anleger ihre Vermögen in Anleihen, Immobilien, Aktien und vernachlässigen den Edelmetallsektor konzentrieren. Interessant sei jedoch die weitgehend unkommentierte Erholung des Ölpreises und der Basismetallwerte. Zuletzt markiere auch der TSX-Venture-Index, in dem kleine kanadische Rohstoffproduzenten und Rohstoffexplorationstitel zusammengefasst würden, mit einem neuen Drei-Jahreshoch ein deutliches Kaufsignal.


Grundsätzlich werde erhöhtes Interesse für Edelmetalle durch schwindendes Vertrauen in das Papierkreditgeldscheinsystem ausgelöst. Immer wenn das Vertrauen der Anleger wegen der katastrophalen Politik der Zentralbanken in die Papier-"Währungen" schwinde, würden Anleger in Sachwerte wie Immobilien, Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe ausweichen. Dabei sei seit 2001 eine Rotation in der Beliebtheit der Sektoren zu beobachten. Mal stünden die Basismetalle, mal der Ölpreis, mal die Edelmetalle und mal die Aktien im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Bei Immobilien sei dagegen eher ein langfristiger Aufwärtstrend mit geringeren Schwankungen zu beobachten.

Nachdem Aktien in den letzten Monaten stark hätten zulegen können und Gold konsolidiert habe, sei ein Wechsel in der Beliebtheit der Sektoren überfällig. Ein Anstieg der Minenaktien um etwa 20% würde ein neues Kaufsignal auf Basis eines Zwölf-Monatshochs und ein Anstieg der Minenaktien um etwa 40% ein Kaufsignal auf Drei-Jahresbasis auslösen. Zu beachten sei auch der Silberpreis. Sollte Silber wieder eine relative Stärke zum Goldpreis aufbauen, wäre dies eine weitere Bestätigung für eine neue Edelmetallhausse.

Die seit vielen Monaten vernachlässigten Edelmetallaktien würden teilweise ausgeprägte fundamentale Unterbewertungen zeigen, sodass sich derzeit gute Kaufmöglichkeiten ergeben würden. Längerfristig böten sich zu den Edelmetallmärkten nur wenige Anlagealternativen.

Die Zinssignale aus den USA seit Dezember 2015 würden sich entgegen der Meinung vieler Experten und Analysten positiv auf die Goldpreisentwicklung auswirken. Weitere Zinserhöhungen der Zentralbanken sollten diesen Trend verfestigen. Steigende Zinsen hätten fallende Anleihekurse zur Folge. Anleihen aus Industrieländern mit negativer Verzinsung und Anleihen aus Schwellenländern würden bei steigenden Zinsen keine Käufer mehr finden und unter erheblichen Druck geraten. Da diese Anleihen durch die Zentralbanken aufgefangen werden müssten, würden auch das Geldmengenwachstum und die damit verbundene Liquidität der Märkte erhöht bleiben. Die von den Experten erwartete Flucht aus den Anleihen bei steigenden Zinsen werde wie zwischen 1977 und 1980 zu einem Boom bei Immobilien und bei den Edelmetallen sowie weitgehend stabilen Aktienmärkten führen. Erst sehr hohe und wieder fallende Zinsen wie nach 1980 seien eine Gefahr für die Edelmetalle.

Das Potenzial überdurchschnittlich hoher Kursgewinne bei den Edelmetallaktien bleibe hoch. Aus fundamentaler Sicht verfüge der Markt für Minenaktien für den Zeitraum 2016 bis 2020 über ein Gewinnpotential, das insgesamt dem Potenzial zwischen 1977 und 1980 entspreche. Davon sei seit Anfang 2016 nur ein erster kleiner Teil ausgeschöpft und eine Wiederaufnahme der Hausse im Jahresverlauf 2018 ist mittlerweile überfällig worden. (Marktkommentar Dezember 2017) (10.01.2018/ac/a/m)





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