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Rohölnotierungen fester


12.03.2018 - 13:13:07 Uhr
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Nach den deutlichen Vorwochenverlusten starteten die globalen Rohölnotierungen fester in die zehnte Kalenderwoche, so die Analysten der Nord LB.

So habe sich beispielsweise die Nordseesorte Brent auf zeitweilig über 66 USD pro Barrel verteuern können. Unterstützt worden sei diese Erholung durch Lieferengpässe in Libyen. Das größte Rohölfeld des OPEC-Mitglieds habe in diesem Zusammenhang kurzfristig seine Förderung einstellen müssen. Dieser lokale Engpass sei jedoch im Verlauf der Handelswoche verschwunden und auch die Preise hätten gedreht, unter anderem bedingt durch die stärker als erwartet gestiegene US-Ölproduktion in die Verlustzone. Am Freitag habe Baker Hughes dann entgegen der verbreiteten Analystenerwartung mit der Veröffentlichung des ersten Rückgangs der US Oil Rig Counts seit sieben Wochen auf nunmehr 796 aktive Förderstellen für Unterstützung gesorgt, sodass die Ölpreise dem starken Dow Jones zum Wochenausklang gefolgt seien und mit 65,49 USD/Bl Brent um 1,74% fester als in der Vorwoche geschlossen hätten.

Vergleichsweise unbeeindruckt habe der Markt derweil auf die Rücktrittserklärung Gary Cohns als wirtschaftlicher Berater Trumps reagiert. Dennoch sei die Entscheidung Cohns nach Auffassung der Analysten durchaus von hoher Relevanz für das Rohölsegment. Schließlich habe der Berater als ausgesprochener Gegner einer protektionistischen Handelspolitik und Kritiker von Strafzöllen (auf Stahl und Aluminium) gegolten. Neben den damit steigenden Gestehungskosten für die Rohölinfrastruktur (insbesondere beim Pipeline-Bau), steige durch den Rücktritt Cohns auch die Wahrscheinlichkeit eines sich zuspitzenden Handelskonflikts. Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der von US-Präsident Trump verlautbarten Strafzölle sollten nach Auffassung der Analysten insbesondere in Form von reduzierten interkontinentalen Handelsvolumina zum Ausdruck kommen und entsprechend auch die Rohölnachfrage aus dem Transportsektor belasten.

Die Analysten würden damit das Aufwärtspotenzial des fossilen Energieträgers auf Sicht der kommenden Wochen als begrenzt ansehen. Im Rahmen ihrer Prognosen würden sie allenfalls von einem dezenten Preisauftrieb ausgehen. Kurzfristige Impulse könnten im Laufe der neu gestarteten Handelswoche insbesondere vom am Mittwoch anstehen EIA Crude Oil Report ausgehen. Marktbeobachter mögen hier insbesondere auf die Angaben zu den US-Lagerbeständen fokussieren. Mittelfristig bleibe der weitere Umgang der OPEC mit den laufenden und mit bedeutenden Produzenten wie beispielsweise Russland abgestimmten Fördermengenbegrenzungen eines der bedeutendsten Themen am Markt - zur Erinnerung: das nächste reguläre OPEC-Treffen finde am 22. Juni statt. (12.03.2018/ac/a/m)




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