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T. Rowe Global Natural Resources Equity Fund: Anlagemöglichkeiten im säkularen Rohstoffabschwung - Fondsanalyse


16.05.2018 - 10:00:00 Uhr
T. Rowe Price

Baltimore (www.fondscheck.de) - Auch in Zeiten niedriger Preise bieten die Rohstoffmärkte Investoren attraktive Anlagemöglichkeiten, wie Shawn Driscoll, Portfolio Manager des Global Natural Resources Equity Fund (ISIN LU0272423913/ WKN A0MKKE) von T. Rowe Price.

"Rohstoffinvestments bieten häufig einen effektiven Schutz gegen Inflation - und auch gegen Deflation", so Driscoll. Historisch betrachtet verliefen die Performance von Rohstoffaktien etwas gegenläufig zur allgemeinen Entwicklung an den Aktienmärkten. Damit biete der Sektor Möglichkeiten zur Diversifizierung und wirke als Ausgleich zum schwachen Abschneiden der globalen Aktienmärkte. Aufgrund der negativen Korrelation mit dem Dollar könnten Rohstoffe zudem zur Währungsdiversifizierung genutzt werden. "Während bei einem starken Dollarkurs Rohstofftitel richtig zu kämpfen haben, tendieren sie bei einem schwachen Dollarkurs dazu, besonders gut zu performen", so der Experte.

Auch wenn Rohstoffaktien laut Driscoll dem Gesamtaktienmarkt hinterherhinkten, könnten attraktive Anlageergebnisse erzielt werden. "Wir erwarten zwar nicht, dass der Energiesektor die globalen Aktienmärkte über einen längeren Zeitraum hinweg hinter sich lassen wird, aber wie vor kurzem gab es immer wieder Zeiten, während denen die Energiepreise und Energietitel aufgrund verschiedener Katalysatoren zulegten." Sogar zwischen 1986 und 1999 habe es signifikante Preissteigerungen gegeben, obwohl der Zeitraum für Rohstofftitel eher herausfordernd gewesen sei. Aufgrund der möglichen Diversifizierungsvorteile sei eine gewisse Allokation in Rohstoffe im Portfolio daher sinnvoll.


Entgegen den Beobachtungen weiterer Marktteilnehmer gehe Driscoll in Zukunft von sinkenden Preisen aus: "Trotz der zuletzt hohen Nachfrage befinden wir uns seit geraumer Zeit in einem Überangebot am Markt, befeuert durch den starken Anstieg der Fördermengen sowie der Produktivität der US-amerikanischen Schieferölförderung. Die Zahl der Explorationen und Bohrungen in den USA hat seit Mitte 2016 dramatisch zugenommen. Zudem setzt der aktuelle Ölpreis zusätzliche Anreize für weitere Bohrungen." Der Portfolio Manager erwarte, dass sich die Preise für US-amerikanisches Rohöl wie der Sorte West Texas Intermediate langfristig bei durchschnittlich 40 bis 50 US-Dollar pro Barrel einpendeln würden.

Für 2018 sei Driscolls Ausblick daher verhalten. Die Schätzungen für die US-Produktion seien zu niedrig. "Bei einer pauschalen Gewinnschwelle im Bereich von 50 US-Dollar je Barrel und weniger wird die für eine nachhaltige Erholung des Ölpreises notwendige Angebotsreduktion nicht einfach zu erreichen sein", bekräftige Driscoll. "Sobald die Ölpreise oberhalb des für die Produktion notwendigen Anreizpreises liegen, ist es sehr einfach, den Markt zu sättigen. Das Angebot nimmt zu, die Nachfrage geht zurück, und im nächsten Moment stehen wir bei einem Preis von 30 US-Dollar pro Barrel", so Driscoll. Für dieses oder das kommende Jahr sei das eine greifbare Möglichkeit.

Da sich die Technologien tief greifend geändert hätten und Produzenten schnell preisgünstigen Nachschub herbeibringen würden, sei das die Zukunft des Öls, bekräftige er. Der Portfolio Manager verweise zudem auf den zwanzigjährigen Bärenzyklus der 1980er bis 1990er Jahre, dem das gegenwärtige Szenario für die Öl- und Rohstoffpreise stark ähnele. "Wie damals hängt die Entwicklung am Auftauchen kurzzyklischer, risikoarmer und nicht-OPEC-Produktion von nordamerikanischem Schieferöl. Und bislang wurden erst weniger als zehn Prozent des vorhandenen Öls gewonnen. Auch die Kostenkurve fällt auf globaler Ebene." Der zu erwartende Preisverfall könnte daher zu mehr Insolvenzen führen.

Wir ständen noch am Anfang eines säkularen Abschwungs, der von dem langfristigen Ungleichgewicht zwischen globalem Angebot und Nachfrage getrieben werde. Die Rohstoffmärkte realisierten nun die langfristigen, disruptiven Auswirkungen des US-amerikanischen Schieferölproduktionsvolumens. "Zudem werden die enormen Produktivitätszuwächse die Kostenkurve für die Ölproduktion weiter reduzieren. Folglich antizipieren wir langfristig ein Niedrigpreisumfeld, unterbrochen von kurzen Zeiträumen mit überdurchschnittlicher Preisentwicklung", resümiere der Portfoliomanager. (16.05.2018/fc/a/f)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:







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