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Mini-Future Long 44,087 Open End auf Brent-Öl: OPEC-Meeting wirft seine Schatten voraus! - Zertifikateanalyse


21.06.2018 - 11:15:00 Uhr
DZ BANK

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl einen Mini-Future Long 44,087 Open End (ISIN DE000DD8L623/ WKN DD8L62) mit dem Basiswert Brent Crude Future Contract vor.

Deutlich schwächer hätten sich in den vergangenen Wochen die Öl-Notierungen an den Terminbörsen präsentiert. Im Vorfeld des am kommenden Freitag stattfindenden turnusmäßigen Treffens des OPEC-Kartells in Wien seien zuletzt Spekulationen über eine mögliche, signifikante Erhöhung der Ölförderquoten bzw. einen vorzeitigen Ausstieg der OPEC und anderer wichtiger Ölförderländer wie Russland aus der Förderkürzungsvereinbarung kursiert. Dem Vernehmen nach würden vor allem Schwergewichte wie Saudi-Arabien und Russland auf eine Anhebung der Ölförderung drängen, um aus dem mittlerweile signifikant angestiegenen Ölpreis Kapital zu schlagen.

In diesem Zusammenhang hätten Spekulationen die Runde gemacht, wonach sowohl Saudi-Arabien als auch Russland eine Anhebung der Fördermenge um bis zu 1,5 Millionen Barrel pro Tag in den kommenden Monaten favorisieren würden. Angeheizt worden seien diese Gerüchte auch durch die jüngsten OPEC-Produktionsdaten für den Monat Mai, die ein unerwartet deutliches Plus von 35.000 Barrel ausgewiesen hätten.

Trotz der Forderungen der beiden einflussreichsten Unterzeichnerstaaten des Förderkürzungsabkommens würden Marktbeobachter eine Vereinbarung über eine deutliche Erhöhung der Fördermenge im Zuge des OPEC-Meetings in Wien für eher unwahrscheinlich halten. Denn OPEC-Mitglieder wie der Iran, Venezuela, Libyen oder der Irak würden sich Agenturberichten zufolge vehement gegen eine signifikante Ausweitung der Ölförderung wehren, da ihnen in diesem Zusammenhang hohe Einnahmeausfälle drohen würden. Entsprechend dürfte nach Einschätzung von Experten alles auf einen für alle Teilnehmerstaaten akzeptablen Kompromiss hinauslaufen.

Laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg sei dem Vernehmen nach eine Anhebung der Fördermenge im Bereich von 300.000 bis 600.000 Barrel pro Tag angedacht, wobei Marktteilnehmer kaum von nennenswerten Belastungen für den Ölpreis ausgehen würden. Dies sei auch vor dem Hintergrund teilweise massiver Probleme einzelner Staaten bei der Ölproduktion zu sehen. Als größtes Sorgenkind gelte hier Venezuela, zumal das kommunistisch regierte Land aufgrund klammer Staatskassen nicht die notwendigen Mittel habe, um die reparaturbedürftige Ölinfrastruktur nachhaltig zu sanieren. Entsprechend sei die Ölproduktion in den vergangenen Monaten teilweise signifikant eingebrochen.


Auch in Libyen und dem Irak sei es zuletzt zu Einbrüchen bei der Ölproduktion gekommen. Unsicher bleibe die Ausgangssituation beim OPEC-Mitglied Iran, das nach dem Veto der USA gegen das Atomabkommen möglicherweise vom internationalen Öl-Handel ausgeschlossen werde.

Angesichts niedriger Öllagerbestände in vielen Industriestaaten zeige sich die globale Ölnachfrage weiter robust, was für Support beim Ölpreis gesorgt habe. Daran dürfte sich nach Einschätzung von Goldman Sachs auch mittelfristig kaum etwas ändern, wobei die Experten davon ausgehen würden, dass eine Erhöhung der Ölproduktion durch die OPEC und andere Nicht-OPEC-Staaten durch die nach wie vor hohe Nachfrage seitens der Industriestaaten absorbiert werden sollte.

Für Verunsicherung sorge indessen der weiter eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China. Nachdem US-Präsident Trump weitere Importzölle auf chinesische Warenimporte angekündigt habe, habe Peking kürzlich mit einer Ausweitung der Strafzölle auf verschiedene US-Produkte reagiert, wobei man neuerdings auch US-Ölimporte mit Importzöllen belegen wolle. Dies sollte die Öl-Nachfrage aus dem Reich der Mitte jedoch nur temporär belasten, zumal China den Löwenanteil seines Ölbedarfs aus anderen Regionen decke.

Brent Crude Oil habe in den vergangenen Handelstagen eine Zwischenkorrektur vollzogen, wobei das Ausbruchs-Niveau im Bereich der Marke von 75 USD unterschritten worden sei. Bullisch zu werten sei die Tatsache, dass Rücksetzer im unteren Bereich der seit Mitte April bestehenden mehrmonatigen Seitwärtsrange bei 73 USD unmittelbar mit Käufen beantwortet worden seien. Damit bleibe das übergeordnete Long-Szenario bei Brent Crude Oil nach Einschätzung der Analysten weiter intakt. Bei Long-Positionen biete sich angesichts der zu erwartenden höheren Volatilität nach Erachten der Analysten eine leichte Anpassung des Stop-Loss auf 71,00 USD an.

Mit einem Hebelprodukt könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. der Mini-Future Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stünden verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,144 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,087 USD. Werde die Knock-Out-Barriere berührt, komme es zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals. (Ausgabe vom 20.06.2018) (21.06.2018/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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