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Rohöl: Gespräche im Handelskonflikt zwischen USA und China im Marktfokus


11.02.2019 - 14:55:00 Uhr
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - In Abwesenheit markanter Neuigkeiten tendierten die Ölpreise in der vergangenen Handelswoche gen Süden, sodass die Nordseesorte Brent am Freitag bei glatten USD 62 mit einem Wochenverlust von 1,2% schloss, so die Analysten der Nord LB.

Leichte Belastungen würden derzeit am US-Markt von einer wieder moderat gesteigerten US-Bohraktivität stammen. Zudem führe ein Feuer in einer US-Raffinerie gegenwärtig zu einer leichteren US-Ölnachfrage. Insgesamt würden am aktuellen Rand die Sorgen um das globale Ölnachfragewachstum dominieren.


In diesem Zusammenhang richte sich der Blick auf die Handelsgespräche zwischen den USA und China, welche in dieser Woche fortgesetzt würden. Die Impulse auf die Ölpreise könnten dabei gleichwohl ins positive oder negative ausschlagen, je nachdem ob sich eine Annäherung oder eine weitere Eskalation im Handelskrieg abzeichne. Sollten beide Seiten nicht zu einer Einigung gelangen, stehe die offene Drohung der USA im Raum, bestehende Strafzölle gegen China ab dem 01. März zu erhöhen. Für die Ölnachfrageaussichten und -preise dürfte dieses Szenario erneut zu Belastungen führen. Eine Annäherung beider Seiten dürfte indes spiegelbildlich wirken.

Neben den Handelsgesprächen stehe weiterhin die Lage in Venezuela im Marktfokus, wo die marode Ölindustrie hart von den jüngsten US-Sanktionen getroffen werde. Auch wenn die venezolanischen Exportmengen nach dem jahrelangen Niedergang der staatlichen Ölindustrie bereits vor den Sanktionen vergleichsweise gering ausgefallen seien, würden dem Weltmarkt hierdurch verstärkt schwere, saure Öle entzogen. Da diese Öl-Qualitäten zudem überproportional stark von den OPEC+ Produktionskürzungen sowie den US-Sanktionen gegen den Iran betroffen seien, verzeichne der Markt bereits vereinzelte Engpässe an schwerem, saurem Öl.

Wie erwartet hätten die Preise dieser Ölsorten im Vergleich zu Brent bereits merklich aufgeholt. Sogar einzelne Prämien über den Brent-Preis seien kürzlich zu verzeichnen gewesen. Diese Grundsituation dürfte bei Beibehaltung der US-Sanktionen gegen Venezuela auch in den kommenden Wochen anhalten. Die Brent-Preise würden die Analysten weiterhin in einer Seitwärtsbewegung erwarten. (11.02.2019/ac/a/m)





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