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Handelskonflikt lastet auf den Rohstoffpreisen


12.06.2019 - 12:55:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Mit einigen Ausnahmen (Gold, Palladium, Blei, Agrarrohstoffe) haben die Preise für viele von uns beobachtete Rohstoffe nachgegeben, bei Rohöl und manchen Industriemetallen sogar deutlich, so die Analysten der DekaBank.

Angesichts der Verschärfung im Handelskonflikt und der damit verbundenen Risiken für die Weltwirtschaft sei das nicht verwunderlich. US-Präsident Trump habe die nächste Eskalationsstufe beim Handelsstreit erklommen, indem er Zolldrohungen (gegenüber Mexiko) jetzt auch als Instrument einsetze, um seine politischen Ziele zu erfüllen, und nicht wie bislang die Zölle "nur" als protektionistische Handelsmaßnahme benutze. In der Summe hätten die spekulativ orientierten Rohstoffmarktteilnehmer daraufhin ihre Wetten auf steigende Rohstoffpreise deutlich reduziert. Inzwischen sei es nur noch eine schwach ausgeprägte Mehrheit, die von einer Verteuerung bei Rohstoffen ausgehe. Aus Sicht der Analysten der DekaBank hänge der Rohstoffpreisausblick stark davon ab, inwieweit die Weltwirtschaft durch die Handelskonflikte in Mitleidenschaft gezogen werde und wie energisch die Notenbanken einer Wachstumsabschwächung entgegensteuern würden. Bislang würden die Analysten der DekaBank von einer Abflachung der globalen Wachstumsdynamik ausgehen, die lediglich starke Rohstoffpreisanstiege verhindere. Für einen stärkeren Rohstoffpreisrückgang bedürfe es eines globalen Konjunktureinbruchs, den die Analysten in der Form nicht prognostizieren würden. So dürften sich die Rohstoffpreise im weiteren Jahresverlauf unter Schwankungen grob seitwärts bewegen.

Perspektiven: Die Entwicklung der Rohstoffpreise werde langfristig vom Zusammenspiel zwischen physischem Angebot und Nachfrage bestimmt. In der kürzeren Frist könnten viele andere Variablen wie z.B. Marktstimmung oder Positionierung spekulativ orientierter Marktteilnehmer einen Einfluss haben. Seit 2016 würden sich die Rohstoffpreise im Großen und Ganzen volatil seitwärts bewegen. Die Produktionskapazitäten würden ausreichen, um die steigende globale Nachfrage nach Rohstoffen zu bedienen. Das länger anhaltende relativ niedrige Rohstoffpreisniveau hinterlasse jedoch Bremsspuren bei der Investitionstätigkeit, was sich perspektivisch negativ auf die Angebotsentwicklung auswirken dürfte. Man werde aber auch die Nachfrageseite genau beobachten müssen, denn es stelle sich zunehmend die Frage, wann der Weltwirtschaft die Puste ausgehen werde. Die Analysten der DekaBank würden mit einer Abschwächung der Wachstumsdynamik rechnen und im Prognosezeitraum von einer tendenziellen Seitwärtsbewegung der Rohstoffpreise ausgehen. Die Anlageklasse Rohstoffe eigne sich nach wie vor als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Allerdings müsse beachtet werden, dass bei Rohstoffanlagen starke Preisschwankungen auftreten könnten. (12.06.2019/ac/a/m)




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