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Erneuter Höhenflug für Gold?


10.07.2019 - 12:54:19 Uhr
LYNX Broker

Berlin (www.aktiencheck.de) - In dieser Woche ist für Gold die längste Gewinnstrecke seit 2011 zu Ende gegangen, so die Experten von LYNX Broker.

Doch das Ende der Fahnenstange würden Experten noch nicht erreicht sehen, denn angesichts einer sich abflauenden Wirtschaft würden sie eine Kursänderung der US-Notenbank FED und damit sinkende Zinsen erwarten. Zuletzt habe vergangene Woche der überraschend positive US-Arbeitsmarktbericht dem Edelmetall zwar einen Dämpfer versetzt, allerdings könne man davon ausgehen, dass dieser nicht von Dauer sein werde.

"Erwartet waren 160.000 neue Jobs, nun sind es ganze 224.000 neue Stellen im Juni. Das sind ordentliche Zahlen, aber man muss auch sehen, dass die Zahlen von Mai nach unten korrigiert werden mussten. Hier waren es lediglich 72.000 neue Jobs. Und im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wirtschaftswachstum ebenfalls verschlechtert. Ob diese überraschend guten Werte im Juni die Fed von ihrem erwarteten Kurs einer Senkung der Zinsen abbringen wird, ist fraglich", konstatiere Sascha Sadowski, Marktexperte vom Online-Broker LYNX. "Sollte die FED allerdings tatsächlich auf den erwarteten Schritt einer Zinssenkung verzichten, dürfte das weder Donald Trump noch dem Goldpreis gut gefallen." Der US-Präsident habe sich in der Vergangenheit bereits mehrfach über die hohen Zinsen in den USA und den starken Dollar beschwert. Beide Faktoren würden laut Sadowski für einen echten Wettbewerbsnachteil für die USA sorgen, besonders gegenüber Europa, das den Euro absichtlich schwach halte, und China. Er habe schon oft eine Zinssenkung gefordert und zuletzt habe es so ausgesehen, als würde die FED dem nachgeben.

Traditionell würden sinkende Zinsen den Goldpreis stärken, ebenso wie geopolitische Faktoren, zu denen der Handelskrieg zwischen den USA und China zähle. Als sicherer Hafen in turbulenten Zeiten stehe das Edelmetall weiter hoch im Kurs. Auch Börsen-Altmeister Mark Mobius sehe die Preise auf bis über 1.500 US-Dollar steigen und mit physischem Gold hinterlegte ETFs würden den höchsten Zulauf seit 2013 verzeichnen. In Deutschland würden aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen durch die UCITS-Richtlinien keine Gold-ETFs zum Handel angeboten. So dürften keine Indexfonds mit nur einer Komponente aufgelegt werden. "In Deutschland ist Gold in Form von börsengehandelten Rohstoffen, sogenannten Exchange Traded Commodities (ETCs), erwerbbar. Gold-ETCs sind Inhaberschuldverschreibung, die in der Regel mit physischen Goldbeständen besichert sind", erkläre Sadowski und füge hinzu: "Weder der US-Dollar noch der Euro oder andere beliebte Währungen sind im Moment wirklich attraktiv für Investoren. Kryptowährungen stellen für manche eine Alternative dar, allerdings erfordert ein Investment in Bitcoin und Co. eine gewisse Risikobereitschaft. Wer diese nicht hat, wendet sich dem Althergebrachten, also Gold, zu um sich abzusichern. Und angesichts der weltweiten Wirtschaftslage ist das keine schlechte Idee", erkläre Sadowski. 5 bis 10 Prozent Gold im Portfolio seien ein Wert der allgemein empfohlen werde, doch senke die FED tatsächlich die Zinsen könnte auch etwas mehr nicht schaden. (10.07.2019/ac/a/m)




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