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Rohstoffpreise unter dem Einfluss der Geopolitik und der Notenbanken


13.08.2019 - 12:21:20 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die erneute Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China beherrscht zurzeit die Rohstoffmärkte, so die Analysten der DekaBank.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise stehe unter dem Einfluss der Zunahme der Handelsbarrieren, die eine Abschwächung des Welthandels und damit auch der weltwirtschaftlichen Wachstumsdynamik sowie der globalen Rohstoffnachfrage nach sich ziehe. Das erkläre den jüngsten scharfen Rückgang der Energierohstoffpreise. Dass das gesamte Segment der Industriemetalle im Preis leicht zugelegt habe, resultiere nur aus der Verteuerung von Blei und insbesondere von Nickel. Wieder einmal sei das Ende der Lockerung der Exportverbote von Nickelerzen aus Indonesien zum Thema an den Märkten geworden. Dies habe bereits in der Vergangenheit immer wieder für Nickelpreisanstiege gesorgt. Denn Indonesien sei der weltweit wichtigste Produzent von Nickelerz, habe sich aber zur Strategie gemacht, anstatt Nickelerzen vermehrt weiterverarbeitete Nickelprodukte zu exportieren. Daher gelte dort ein Exportverbot für Nickelerze, welches jedoch 2017 für fünf Jahre gelockert worden sei. Klare Gewinner an den Rohstoffmärkten seien jüngst die Edelmetalle gewesen, die auch auf absehbare Zeit von den niedrigen Zinsen und der Flucht in sichere Anlagehäfen profitieren dürften.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise werde langfristig vom Zusammenspiel zwischen physischem Angebot und Nachfrage bestimmt. In der kürzeren Frist könnten viele andere Variablen wie z.B. Marktstimmung oder Positionierung spekulativ orientierter Marktteilnehmer einen Einfluss haben. Seit 2016 würden sich die Rohstoffpreise im Großen und Ganzen volatil seitwärts bewegen. Die Produktionskapazitäten würden ausreichen, um die steigende globale Nachfrage nach Rohstoffen zu bedienen. Die schon seit längerer Zeit relativ niedrigen Rohstoffpreisniveaus würden jedoch Bremsspuren bei der Investitionstätigkeit hinterlassen. Dies dürfte sich perspektivisch negativ auf die Angebotsentwicklung auswirken. Man werde aber auch die Nachfrageseite genau beobachten müssen, denn es stelle sich die Frage, wann der Weltwirtschaft die Puste ausgehe.

Die Analysten der DekaBank würden mit einer Abschwächung der Wachstumsdynamik rechnen und im Prognosezeitraum von einer tendenziellen Seitwärtsbewegung der Rohstoffpreise ausgehen. Die Anlageklasse Rohstoffe eigne sich nach wie vor als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Allerdings müsse beachtet werden, dass bei Rohstoffanlagen starke Preisschwankungen auftreten könnten. (Ausgabe August/September 2019) (13.08.2019/ac/a/m)




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