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Gold: Preis oberhalb der Marke von 1.500 USD gefestigt


10.09.2019 - 12:35:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Preis für die Feinunze Gold (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515) hat sich in den vergangenen Wochen oberhalb der Marke von 1.500 US-Dollar gefestigt, so die Analysten der DekaBank.

Der Höhenflug lasse sich mit dem weiteren Rückgang der US-Treasury-Renditen und der anhaltenden Unsicherheit bezüglich des Handelskonflikts zwischen den USA und China gut erklären. Die weltweiten Bestände von physisch hinterlegten Goldfonds würden weiter ansteigen und hätten zuletzt das höchste Niveau seit über sechs Jahren erreicht. Die Rahmenbedingungen würden auch in absehbarer Zeit konstruktiv für Gold bleiben. Die großen Notenbanken wie die US-FED und die Europäische Zentralbank würden wieder die geldpolitischen Zügel lockern. Niedrige bzw. negative Zinsen würden die Opportunitätskosten der zinslosen Goldhaltung bedeutungslos werden lassen. Europäische Goldanleger müssten allerdings auch den Wechselkurs berücksichtigen. Die von den Analysten erwartete Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar dürfte im Prognosezeitraum die Verteuerung von Gold in Euro gerechnet begrenzen.

Gold gelte weltweit als Krisenwährung. Entsprechend steige der Goldpreis in Krisenzeiten oft stark an. Üblicherweise sinke er wieder, wenn eine Krise abflaue. In Zeiten ohne akute Krisen werde der Goldpreis vor allem vom Zinsniveau in den USA beeinflusst. So dürfte der Goldpreis im Prognosezeitraum von der erneut expansiveren Geldpolitik profitieren: Die US-FED und die Europäische Zentralbank hätten in der ersten Jahreshälfte 2019 den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik aufgegeben und seit der Jahresmitte 2019 wieder angefangen, aufs geldpolitische Gaspedal zu treten und die Zinsen zu senken. Hiervon profitiere der Goldpreis, denn die Opportunitätskosten der zinslosen Goldhaltung würden sinken.

Die Bedeutung von Gold zur Diversifizierung unterstreiche auch die Beendigung des Goldabkommens (Central Bank Gold Agreement), mit der nun weltweit 22 Notenbanken die Absicht bekräftigen würden, in Zukunft keine nennenswerten Goldmengen mehr zu verkaufen. D.h. auch Zentralbanken würden Gold als wesentlichen Bestandteil eines soliden Portfolios sehen. Mittelfristig dürfte sich Gold unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht verbilligen. Auf lange Sicht würden die Analysten dem Goldpreis nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zutrauen. Zu beachten sei, dass die politische Unsicherheit aufgrund der Handelskonflikte und der Abschwächung der Weltwirtschaft bis auf Weiteres vergleichsweise hoch bleibe, was jederzeit für stärkere Preisschwankungen sorgen könne. (Ausgabe September/ Oktober 2019) (10.09.2019/ac/a/m)




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