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Ölpreise gestützt durch geopol - Faktoren und mögliche Änderung der OPEC-Strategie


14.10.2019 - 14:40:00 Uhr
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Notierungen an den internationalen Ölmärkten zogen zum Ende der vergangenen Handelswoche deutlich an, so die Analysten der Nord LB.

Sie hätten von der Aussicht auf erweiterte Produktionskürzungen der OPEC sowie von der Spekulation auf eine Einigung im sino-amerikanischen Handelskonflikt profitiert. Ein vermeintlicher Anschlag auf einen iranischen Öltanker habe zusätzlich preistreibend gewirkt. Zum Handelsschluss am Freitag habe die Leitsorte Brent bei USD 60,14 je Barrel und im Wochenvergleich somit über 3 Prozent höher notiert. Zuvor hätten die aktuellen Monatsberichte der IEA sowie der OPEC die Marktteilnehmer verunsichert. Beide Organisationen würden eine aufziehende Nachfrageschwäche für das Jahr 2020 prognostizieren. Die OPEC habe ihre Prognose bereits im dritten Monat in Folge nach unten revidiert und erwarte ein moderateres Wachstum von 0,98 Mio bpd in 2020. Dem daraus zu erwartenden negativen Preisdruck scheine das Ölkartell wie in den vergangenen Jahren mittels einer aktiven Fördermengensteuerung entgegentreten zu wollen. Diesbezüglich habe Generalsekretär Barkindo am Donnerstag bemerkenswert offen eine Verschärfung der Produktionskürzungen als eine mögliche Option in Aussicht gestellt. Eine finale Entscheidung dürfte beim regulären Dezember-Treffen der OPEC-Staaten in Wien getroffen werden.

Neben den Aussagen der OPEC habe eine Eilmeldung der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur positiv auf die Ölpreise gewirkt, wonach ein iranischer Öltanker im Roten Meer von zwei Raketen getroffen worden sein solle. Dieser Angriff schüre nach den Anschlägen auf die beiden saudischen Ölförderanlagen Mitte September neuerlich die Sorge vor einer Eskalation des Konflikts im Persischen Golf. Es scheine, dass der Markt hier bei der Einpreisung von Risikoprämien noch Nachholbedarf besitze. Ebenso positive Impulse bei den Ölnotierungen habe ein Bericht der New York Times gesetzt, wonach sich im Handelskrieg ein Teil-Deal abzeichne. Mit negativen Überraschungen hinsichtlich der allseits gewünschten Ergebnisse dieser Handelsgespräche müsse ebenso gerechnet werden, da sich die Nachrichtenlage derart diffus darstelle. Bei einem erneuten Scheitern der Verhandlungen gehen die Analysten der Nord LB von sinkenden Notierungen aus. Die oben angeführten Nachfragesorgen, vorausgesetzt keiner weiteren Eskalation im Verhältnis zwischen Iran und Saudi-Arabien, dürften dann wieder deutlich die Oberhand übernehmen. (14.10.2019/ac/a/m)




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