Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
 Rohstoffe
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Newsletter
 

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Goldpreis: Spielball der Geopolitik


15.10.2019 - 10:55:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Bis Ende September gab der Goldpreis (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515) angesichts tendenziell beruhigender Nachrichten nach und rutschte kurzzeitig bis auf 1.460 US-Dollar ab, so die Analysten der DekaBank.

In der ersten Oktoberhälfte habe er zeitweise wieder die 1.500 US-Dollar-Marke zurückerobert. Rückläufige Stimmungsindikatoren und schwache Konjunkturdaten hätten stärkere globale Abschwungsängste aufkeimen lassen. Die Anleiherenditen hätten zeitweise weiter nachgegeben, und auch an den Aktienmärkten sei die verstärkte Risikoaversion zu spüren gewesen. Die weltweiten Bestände von physisch hinterlegten Goldfonds würden ihren Höhenflug fortsetzen und sich mit großen Schritten dem Allzeithoch vom Jahresende 2012 nähern. Zuletzt seien Lösungen sowohl beim Handelskonflikt zwischen den USA und China als auch beim Brexit wieder etwas wahrscheinlicher geworden, was den Goldpreis erneut gedrückt habe. Weiterhin belaste jedoch die Unsicherheit die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte, wovon die Goldnotierung tendenziell profitiere.

Gold gelte weltweit als Krisenwährung. Entsprechend steige der Goldpreis in Krisenzeiten oft stark an. Üblicherweise sinke er wieder, wenn eine Krise abflaue. In Zeiten ohne akute Krisen werde der Goldpreis vor allem vom Zinsniveau in den USA beeinflusst. So dürfte der Goldpreis im Prognosezeitraum von der erneut expansiveren Geldpolitik profitieren: Die US-FED und die Europäische Zentralbank hätten in der ersten Jahreshälfte 2019 den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik aufgegeben und seit der Jahresmitte 2019 wieder angefangen, aufs geldpolitische Gaspedal zu treten und die Zinsen zu senken. Hiervon profitiere der Goldpreis, denn die Opportunitätskosten der zinslosen Goldhaltung würden sinken.

Die Bedeutung von Gold zur Diversifizierung unterstreiche auch die Beendigung des Goldabkommens (Central Bank Gold Agreement), mit der nun weltweit 22 Notenbanken die Absicht bekräftigen würden, in Zukunft keine nennenswerten Goldmengen mehr zu verkaufen. D.h. auch Zentralbanken würden Gold als wesentlichen Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios sehen. Mittelfristig dürfte sich Gold unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht verbilligen. Auf lange Sicht würden die Analysten dem Goldpreis nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zutrauen. Zu beachten sei, dass die politische Unsicherheit aufgrund der Handelskonflikte und der Abschwächung der Weltwirtschaft bis auf Weiteres vergleichsweise hoch bleibe, was jederzeit für stärkere Preisschwankungen sorgen könne. (Oktober/ November 2019) (15.10.2019/ac/a/m)




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 2007 - 2019 rohstoffecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG