Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
 Rohstoffe
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Newsletter
 

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Öl: Sorgen um die globale Nachfrage beherrschen den Markt


15.10.2019 - 11:20:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Mitte September stiegen die Ölpreise kräftig an, nachdem die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien durch einen Drohnenangriff beschädigt worden war, so die Analysten der DekaBank.

Allerdings habe die Kapazität der Raffinerie überraschend schnell wiederhergestellt werden können, sodass bereits Ende September die Ölpreise auf das Niveau von vor dem Drohnenangriff gefallen seien. Dass noch nicht einmal eine erhöhte Risikoprämie beim Ölpreis zurückgeblieben sei, verdeutliche, wie stark die Sorgen um die globale Nachfrage den Ölmarkt beherrschen würden. Die zuletzt schwachen Konjunktursignale und die trübere Unternehmensstimmung hätten die Abschwungsängste bezüglich der Weltwirtschaft genährt. Sollte die globale Abkühlung weitergehen, stehe die OPEC+ im kommenden Jahr unter Zugzwang, die freiwillige Produktionskürzung zu verlängern oder sogar auszuweiten, um am globalen Ölmarkt im Jahr 2020 die Balance zwischen Angebot und Nachfrage zu erhalten.

In der ersten Jahreshälfte 2019 habe sich der globale Ölmarkt weitgehend im Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage befunden. Damit dies auch in Zukunft so bleibe und kein Überangebot entstehe, hätten die OPEC-Länder zusammen mit Russland ("OPEC+") ihre Vereinbarung zur Produktionsdrosselung bis März 2020 verlängert. Dies erscheine notwendig, weil die stark steigende US-Ölförderung - vor allem durch Fracking - zunehmend das Ölangebot aus den OPEC-Ländern verdränge. Die weltweite Nachfrage nach Rohöl nehme aufgrund der geringeren Konjunkturdynamik nur moderat zu. Knappheitsängste dürften den Ölpreis auf absehbare Zeit also nicht nachhaltig nach oben treiben.

Ob sich Rohöl in Zukunft sogar verbillige, werde unter anderem auch davon abhängen, wie weit die Produktionskosten der US-Frackingfirmen aufgrund des technologischen Fortschritts in Zukunft noch sinken würden. Zudem werde es für den Ölmarkt eine wichtige Rolle spielen, wie schnell, in welchem Umfang und zu welchen Kosten nachhaltige Alternativen zum Energieträger Rohöl gefunden würden. Im Prognosezeitraum bis Ende 2020 würden die Analysten damit rechnen, dass die Ölpreise im Durchschnitt bei 60 (Sorte WTI) bzw. 65 US-Dollar (Sorte Brent) verharren würden. Auch mittelfristig dürfte also ein nennenswerter Preisaufschlag der Sorte Brent gegenüber WTI bestehen bleiben. (Oktober/ November 2019) (15.10.2019/ac/a/m)




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 2007 - 2019 rohstoffecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG