Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
 Rohstoffe
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Newsletter
 

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Maßgebliche Weichenstellung für Ölpreise durch OPEC-Treffen erwartet


02.12.2019 - 14:43:55 Uhr
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Nachdem die globalen Leitsorten Brent und WTI im Sog überraschend positiver chinesischer Produktionsdaten zur Wochenmitte ein Neunwochenhoch erreichten, ging es mit den Notierungen zum Wochenausklang steil bergab, so die Analysten der Nord LB.

Das Barrel Brent habe bei USD 62,36 um 2% leichter als in der Vorwoche geschlossen. Die amerikanische Leitsorte WTI habe nach der Verkündung eines neuen US-Fördermengenrekords sowie gestiegener US-Lagermengenbestände satte 4,7% verloren. Belastend hätten vor allem die erneuten Spannungen zwischen den USA und China gewirkt. Im Zuge der amerikanischen Unterstützung für die anti-chinesische Protestbewegung in Hong Kong hätten sich die in den letzten Wochen gewachsenen Hoffnungen auf einen baldigen Phase-1 Handelsdeal und eine damit verbundene Belebung der Ölnachfrage wieder etwas eingetrübt.


Daneben richte sich der Fokus der Marktteilnehmer auf das OPEC+ Treffen am 05.-07. Dezember. Im Bestreben ein Öl-Überangebot zu vermeiden, werde die OPEC über die mögliche Verlängerung oder Verschärfung der derzeit bestehenden Fördermengenbegrenzung von 1,2 Millionen Barrel pro Tag beraten. Die Hauptprotagonisten Saudi-Arabien und Russland würden sich im Vorfeld dieses Treffens einen Schlagabtausch liefern. Während Saudi-Arabien eher eine Vertiefung der Mengenbegrenzung avisieren werde, um die Ölpreise über das Jahresende hinaus zu stützen, würden in Russland bereits deutliche Widerstände gegen die bestehenden Förderkürzungen laut.

Im November habe die russische Förderleistung nach Bloomberg-Angaben rund 50 Tsd. bpd über dem erlaubten Maximum gelegen. Damit habe der wichtigste OPEC Verbündete seine Produktionsziele in acht der letzten elf Monate nicht eingehalten. Während ähnliche Tendenzen auch in anderen OPEC+ Staaten zu beobachten seien, kompensiere Saudi-Arabien diese Fördermengenüberschreitungen aktuell fast im Alleingang, um im Vorfeld des in diesem Monat anstehenden Saudi-Aramco Börsengangs einen negativen Preisimpuls zu vermeiden. Über eine längere Frist dürfte dieser Alleingang jedoch bereits aus haushalterischer Sicht nicht durchzuhalten sein.

Derweil würden sich die Anzeichen verdichten, dass eine weitere kollektive Kürzung der Fördermengen nicht beschlossen werden dürfte, sondern die bestehenden Förderbeschlüsse lediglich über das Frühjahr hinaus verlängert würden. In diesem Fall würden die Analysten mit Abschlägen auf die Ölpreise rechnen. (02.12.2019/ac/a/m)





Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 2007 - 2019 rohstoffecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG