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Steigende Fördermengen und Angst vor sinkender Nachfrage belasten Ölpreis


24.01.2020 - 13:25:00 Uhr
LYNX Broker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Laut einem diese Woche veröffentlichten Monatsbericht der amerikanischen Energy Information Administration soll die US-Ölproduktion im Februar von 22.000 Barrel pro Tag auf ganze 9,2 Millionen Barrel pro Tag ansteigen, so Sascha Sadowski, Marktexperte beim Online-Broker LYNX.

"Bei diesen Zahlen ist verständlich, dass die ausbleibenden Öllieferungen aus Libyen nicht viel mehr als ein Schulterzucken des Marktes ausgelöst haben."


Wer nach dem Förderstopp auf Libyens größtem Ölfeld und im Irak auf einen dauerhaften Anstieg des Ölpreises gehofft habe, sei enttäuscht worden. Zwar sei es daraufhin zu einem kurzfristigen Ausschlag nach oben gekommen, doch insgesamt sei die Lage weitgehend ruhiger geblieben als zu erwarten gewesen wäre. Für Sadowski sei das ein klares Zeichen, dass die Märkte die Sorgen der Anleger in Bezug auf Öl mittlerweile eingepreist hätten.

"Normalerweise müsste sich ein Einbruch beim Angebot von Öl beim Preis deutlich stärker bemerkbar machen, als es diese Woche der Fall war. Das zeigt, dass die Sorgen um ein mögliches Überangebot von Öl und die stetige Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums zunehmen und den Ölpreis drücken", so der Experte. "Daran ändern auch die vom libyschen Armeevorsitzenden verhängten Kürzungen der heimischen Produktion um 800.000 pro Tag nicht viel, denn der Anteil Libyens an der weltweiten Produktion war auch vorher eher gering. Sowohl die USA als auch andere Regionen verfügen über ausreichende Lagerbestände, zusätzlich sinkt die Abhängigkeit von Öl in vielen Bereichen. Darüber hinaus wird sich zeigen, wie lange die Produktion in Libyen gedrosselt bleibt, da die USA bereits Druck auf die Regierung ausüben, die Kürzungen zurückzunehmen."

Für Sadowski sei daher klar, dass auf dem Ölmarkt derzeit keine großen Höhenflüge zu erwarten seien und der Preis weniger vom Angebot, sondern vielmehr von der Nachfrage bestimmt werde. Den Prognosen des Internationalen Währungsfonds zufolge solle die Weltwirtschaft in diesem Jahr um rund 3,3 Prozent wachsen, was immerhin 0,4 Prozent mehr wäre als 2019. "Voraussetzung für diese Zahlen ist jedoch, dass das vorläufige Handelsabkommen zwischen den USA und China Wirkung zeigt und eine weitere Eskalation der Handelsspannungen ausbleibt."

Neben den Befürchtungen der Anleger, dass ein sinkendes Wirtschaftswachstum auch zu einer sinkenden Nachfrage für Öl führen dürfte, würden auch Prognosen zur weltweiten Fördermenge auf den Preis drücken. "Laut einem diese Woche veröffentlichten Monatsbericht der amerikanischen Energy Information Administration soll die US-Ölproduktion im Februar von 22.000 Barrel pro Tag auf ganze 9,2 Millionen Barrel pro Tag ansteigen. Bei diesen Zahlen ist verständlich, dass die ausbleibenden Öllieferungen aus Libyen nicht viel mehr als ein Schulterzucken des Marktes ausgelöst haben."
(24.01.2020/ac/a/m)






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