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Rohöl: Uneinheitliche Daten und Sorge vor zweiter COVID-19 Welle bestimmen das Marktgeschehen


29.06.2020 - 15:30:00 Uhr
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Mit einem Verlust von jeweils 3,2% beendeten Brent und WTI die vergangene Handelswoche und notierten zum Handelsschluss am Freitag bei USD 40,80 und 38,39 pro Fass, so die Analysten der Nord LB.

Trotz dieser Kursverluste stünden die Ölmärkte kurz davor, im Juni den dritten aufeinanderfolgenden Monat steigender Preise auszuweisen. Die Entwicklungen am aktuellen Rand seien indes alles andere als Einheitlich. Auf der einen Seite habe die effektive Fördermengendrosselung der OPEC+ und weiterer Förderländer in Kombination mit einer sukzessiven Erholung der Nachfrage für eine hoffnungsvolle Stimmung und steigende Notierungen an den Ölmärkten gesorgt. Deutlich gestiegene und über Normalniveau liegende Raffineriedurchsätze in China würden ebenso ein positives Teilbild auf der Nachfrageseite zeichnen, wie aktuelle US-Daten, die in der vergangenen Woche eine gestiegene Produktennachfrage auf rund 90% des Vorjahresniveaus ausgewiesen hätten.

Auf der anderen Seite hätten Marktbeobachter in der Vorwoche überraschend den zweitstärksten Anstieg der schwimmenden Lagermengen seit Krisenbeginn vermeldet und würden damit verdeutlichen, dass sich der Markt noch immer in einer nicht überwundenen Überversorgung befinde. In dieser Phase, in der die höchsten OPEC+ Födercuts bestünden, die nach Plan ab August um 2 Mio. bpd aufgeweicht werden sollten, sei dies kein gutes Anzeichen für die Marktbalance. Währenddessen trübe die Entwicklung der COVID-19 Infektionen in den Krisenherden Indien und Brasilien, aber auch die wieder ansteigende Dynamik in den USA und vermehrte Neuinfektionen in China und weiteren Staaten die kurzfristigen Zukunftsaussichten. Vereinzelte Wiedereinführungen von Lock-Down Maßnahmen und die Sorge vor einer zweiten Welle der Infektionen würden ein zunehmendes Risiko für die Ölnachfrageaussichten bedeuten. Die in den letzten Wochen äußerst positive Stimmung an den Ölmärkten trübe sich in diesem Rahmen aktuell merklich ein. Das Risiko von Preisrücksetzern sei erhöht. (29.06.2020/ac/a/m)




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