Logo
Analysen - Energie
12.01.2018
Brent-Ölpreis erreicht erstmals seit Ende 2014 Marke von 70 USD
Commerzbank

www.rohstoffecheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Brent-Ölpreis fällt am Morgen auf 69 USD je Barrel, nachdem gestern Abend erstmals seit Ende 2014 kurzzeitig die Marke von 70 USD überschritten wurde, so die Analysten der Commerzbank.

Es sei durchaus vorstellbar, dass nun Gewinnmitnahmen einsetzen würden und die überfällige Korrektur erfolge. Dies hänge aber auch davon ab, ob US-Präsident Trump heute die Aussetzung der Sanktionen gegen den Iran verlängere, wie es im Atomabkommen vorgesehen sei. Trump habe das Abkommen wiederholt kritisiert. Dennoch geht man davon aus, dass Trump das Abkommen nicht aufkündigen wird, was bei einer Aufhebung der Sanktionserleichterungen de facto der Fall wäre. Sollte Trump die Sanktionen einseitig wieder in Kraft setzen, würde der Ölpreis wahrscheinlich weiter steigen. Denn dann stünden auch die Ölexporte des Iran wieder auf der Kippe.

China habe im Dezember 7,95 Mio. Barrel Rohöl pro Tag importiert. Das seien 12% weniger als im allerdings sehr starken Vormonat gewesen. Im Gesamtjahr 2017 seien die chinesischen Rohölimporte um 10% auf ein Rekordniveau von durchschnittlich 8,41 Mio. Barrel pro Tag gestiegen. Damit habe China die USA als weltgrößter Rohölimporteur abgelöst. China importiere allerdings deutlich mehr Rohöl als benötigt. Denn gleichzeitig seien die Exporte von Ölprodukten im Dezember auf ein Rekordniveau von 6,17 Mio. Tonnen gestiegen.

Das extrem kalte Winterwetter im Nordosten der USA ließ die US-Erdgasbestände in der letzten Woche um 359 Mrd. Kubikfuß fallen, so die Analysten der Commerzbank. Das sei der stärkste Lagerabbau aller Zeiten gewesen. Die Erdgasvorräte lägen damit am unteren Ende des 5-Jahreskorridors. Der Erdgaspreis habe daraufhin um 6% auf 3,08 USD je mmBtu zugelegt. (12.01.2018/ac/a/m)


© 1998 - 2018, rohstoffecheck.de