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Analysen - Industriemetalle
12.01.2018
Industriemetalle: Geringere chinesische Kupferimporte, dafür aber rekordhohe Eisenerzimporte 2017
Commerzbank

www.rohstoffecheck.de

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - China hat im Dezember etwas weniger Kupfer als im Vormonat importiert, so die Analysten der Commerzbank.

Daten der Zollbehörde zufolge hätten die Einfuhren von unverarbeitetem Kupfer im Dezember 4,3% unter dem November-Niveau und 8,2% unter dem Vorjahreswert gelegen. Die Importe von 450 Tsd. Tonnen seien dennoch die zweithöchsten im letzten Jahr gewesen. Im Gesamtjahr seien die Importe um 5,1% auf 4,69 Mio. Tonnen zurückgegangen. Dies habe unter anderem daran gelegen, dass China 2017 eine rekordhohe Menge Kupfererz und -konzentrat eingeführt habe. Die berichteten 17,34 Mio. Tonnen hätten nochmals leicht über dem bisherigen Rekordwert aus dem Vorjahr gelegen.

Chinas Importpolitik befinde sich schon seit einiger Zeit im Wandel. Da China die Schmelzkapazitäten von Kupfer deutlich ausbaue und selbst zunehmend mehr Kupferraffinade produziere, importiere das Land entsprechend mehr Kupfererz und -konzentrat und weniger unverarbeitetes Kupfer. Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Jahren fortsetzen.

Im Falle von Eisenerz seien die Importe im Dezember im Vergleich zum sehr hohen Vormonatsniveau um 11% auf 84,14 Mio. Tonnen gefallen. Gegenüber Vorjahr habe ein Minus von 5,4% zu Buche gestanden. 2017 habe China insgesamt 1,075 Mrd. Tonnen Eisenerz importiert. Dies sei nicht nur ein neuer Rekordwert, sondern die Einfuhren seien damit auch das siebte Jahr in Folge gestiegen. In den letzten Monaten hätten sich dadurch aber auch hohe Vorräte aufgetürmt. Diese würden sich in den chinesischen Häfen auf rekordhohe 151 Mio. Tonnen summieren. (12.01.2018/ac/a/m)


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