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Ölmarkt: Moderate Ölpreisanstiege im Mai erwartet


07.05.2021 - 12:58:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreise sind wieder am Steigen, was nicht nur auf eine gute Stimmung an den Finanzmärkten zurückzuführen ist, so die Analysten der DekaBank.

Die globale konjunkturelle Erholung verlaufe dynamischer als erwartet, und die Impffortschritte weltweit würden auf eine Fortsetzung dieser Erholung hoffen lassen. Die globale Ölnachfrage habe zwar noch nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht, aber sie habe sich auf einem recht hohen Niveau eingependelt. Die hohe Förderdisziplin der OPEC+ trage maßgeblich dazu bei, dass sich die Ölpreise über 60 US-Dollar je Barrel halten könnten. Denn es bedürfe noch immer der freiwilligen Produktionsverknappung, um den Markt nicht mit einem Überangebot an Rohöl zu fluten. Allerdings würden die OPEC und ihre Verbündeten vereinbarungsgemäß ab Mai ihre Ölförderung erhöhen, sodass das Risiko eines Überangebots damit steige.


Die Analysten der DekaBank haben eine Aufwärtsrevision der 3- und 6-Monatsprognose vorgenommen.

Die Corona-Rezession werde im Jahr 2021 aufgrund der vorhandenen Impfmöglichkeiten überwunden werden. Die rasche Erholung der Weltwirtschaft werde auch einen Anstieg des globalen Rohölkonsums nach sich ziehen, nachdem die Nachfrage im Jahresdurchschnitt 2020 aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie zum ersten Mal seit 2009 gesunken sei. So werde im Prognosezeitraum bis 2022 immer wieder im Fokus stehen, ob und in welchem Ausmaß die freiwilligen Produktionskürzungen seitens der Mitglieder der OPEC+ noch benötigt würden. Die Fracking-Industrie in den USA werde unter dem neuen Präsidenten Biden nicht mehr die politische Unterstützung erfahren, wie dies unter der Präsidentschaft von Trump der Fall gewesen sei.

Es werde erwartet, dass sich die US-Ölförderung auf einem hohen Niveau stabilisieren werde. Die so genannten Break-Even-Produktionspreise würden im Prognosezeitraum bestimmend für das allgemeine Ölpreisniveau bleiben. Diese würden sich aus den aktuellen Produktionskosten zuzüglich der Kosten für genehmigte weitere Förderprojekte errechnen. Die Break-Even-Preise dürften sich zwischen 15 US-Dollar (Naher Osten) und mehr als 40 US-Dollar (Ölsande und Fracking) bewegen. Allerdings würden die meisten Ölförderländer deutlich höhere Ölpreise brauchen, um ihre Staatshaushalte ausgeglichen zu halten (Russland brauche etwa 50 US-Dollar, Ecuador und die afrikanischen Förderstaaten sogar über 100 US-Dollar). In diesem Umfeld erwarten die Analysten der DekaBank im Prognosezeitraum moderate Ölpreisanstiege. (Ausgabe Mai 2021) (07.05.2021/ac/a/m)






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