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Ohne Metalle keine Energiewende


11.05.2021 - 13:25:00 Uhr
Carmignac Gestion

Luxemburg (www.aktiencheck.de) - Die Nachfrage nach Metallen dürfte mit der wachsenden Akzeptanz von erneuerbaren Energien und Elektrofahrzeugen sichtbar zunehmen, erkläre Michel Wiskirski, Manager im Fachbereich natürliche Ressource bei Carmignac.

Wenn die Rolle der Bergbauunternehmen für die Energiewende entscheidend sei, müsse man bei langfristigen Anlagen besonders zielgerichtet vorgehen.

Der Kampf gegen die globale Erwärmung sei eine große gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Herausforderung. Die Notwendigkeit, unsere Lebensweise zu ändern, um der Herausforderung des Klimawandels zu begegnen, sei heute allen klar. Doch Metalle und Bergbau würden noch immer als schmutzig angesehen, dabei hätten sie eine enorme Bedeutung für die Energiewende.

Für den technologischen Wandel hin zu grüner Mobilität oder erneuerbaren Energien würden große Mengen dieser Erze benötigt. Ob Photovoltaik-Module, Windkraftanlagen oder Elektrofahrzeuge eines hätten alle gemeinsam: Für ihre Herstellung benötige man Kupfer, Zink und Aluminium.

Der Verbrauch dieser Metalle werde im Zuge des Anstiegs der Energieerzeugung und der sogenannten "grünen" Mobilität rapide ansteigen, zumal diese Technologien besonders viele Erze benötigen würden. Man bedenke: Ein Offshore-Windpark benötige siebzehnmal mehr Metall als ein Gaskraftwerk gleicher Leistung, ein Onshore-Windpark achtmal mehr und ein Photovoltaik-Park neunmal mehr.

Kupfer sei ein Schlüsselelement für die Energiewende. Während ein erdgasbefeuertes Kraftwerk eine Tonne Kupfer benötige, um 1 MW Strom zu erzeugen, brauche man laut der Internationalen Energieagentur (IEA) doppelt so viel, um die gleiche Energiemenge mit Onshore-Wind zu produzieren, und dreimal so viel für Photovoltaik-Module. Dieser Bedarf steige bei einem Offshore-Windpark auf 11 bis 12 t Kupfer sprunghaft an.


Gleiches gelte für Elektrofahrzeuge, die drei- bis viermal mehr Kupfer verbrauchen würden als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Allein der Bedarf an Kupfer durch Elektrofahrzeuge solle bis 2027 um 1700 Kilotonnen steigen, was dem kumulierten Gewicht von etwa 1,3 Mio. Mittelklassewagen entspreche.

In und für die Zukunft investieren

Aber auch andere Metalle - Aluminium, Lithium, Kobalt oder Nickel - würden bei der Energieerzeugung oder -speicherung eingesetzt. Und auch ihr Verbrauch dürfte mit der zunehmenden Verbreitung von erneuerbaren Energien und Elektrofahrzeugen voraussichtlich steigen.

Diese Bodenschätze hätten eines gemeinsam, sie würden systematisch im Bergbau gewonnen. Mit Arbeitsweisen, die im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung kritisiere, ja sogar verunglimpft würden, würden Abbau- oder Transportaktivitäten von Unternehmen zahlreiche Debatten auslösen. Wenn die Rolle der Bergbauunternehmen für die Energiewende entscheidend sei, müsse man bei langfristigen Anlagen besonders zielgerichtet vorgehen.

Carmignac wähle Unternehmen aus, deren Aktivitäten mit Rohstoffen und Metallen verbunden seien, die in den kommenden Jahren wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen würden.

Carmignac investiere nicht nur in Unternehmen, die erneuerbare Energien oder kohlenstoffarme Lösungen produzieren würden, sondern auch in solche, die ihre Arbeitsweisen verbessern und durch ihr Handeln dazu beitragen würden, die ökologischen Herausforderungen der Gesellschaft insgesamt zu bewältigen.

Mit seiner Stimme als Aktionär arbeite Carmignac mit Unternehmen zusammen, um eine wichtige Vorbildfunktion zu erfüllen und so die Energiewende der Wirtschaft de facto und spürbar zu beeinflussen. (11.05.2021/ac/a/m)






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