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Analysen - Edelmetalle
21.10.2024
Ein Ausblick auf den Goldpreis der nächsten Monate
Crédit Mutuel AM

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Paris (www.aktiencheck.de) - Seit 2022 wird der Goldpreis (ISIN XC0009655157/ WKN 965515) durch eine starke Nachfrage gestützt, die von der Schmuckindustrie (rund 40% der Nachfrage) und vor allem von den Zentralbanken der Schwellenländer ausgeht, die ihre Devisenreserven diversifizieren wollen, so Charlotte Peuron, Fondsmanagerin mit Spezialisierung auf die Edelmetallbranche bei Crédit Mutuel Asset Management.

Auch Kleinanleger (selbst aus Schwellenländern) möchten ihre Ersparnisse schützen, indem sie direkt in Goldbarren und -münzen investieren würden. So hätten beispielsweise indische Landwirte dank des starken Wachstums der Agrarerträge in diesem Jahr Gold gekauft, um sich während der Diwali-Saison Glück zu sichern. Im Sommer 2024 seien mehrere Finanzindikatoren, wie niedrige US-Realzinsen, eine akkommodierende Geldpolitik (insbesondere der FED) usw., positiv für Gold gewesen. Außerdem sei die Nachfrage nach Gold-ETFs im Juni zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder angestiegen, da die Unsicherheiten in Bezug auf die weltweite Konjunkturabschwächung, den Handelskrieg zwischen China und den USA, die US-Wahlen, den Nahost- und den Russland-Ukraine-Krieg usw. weiter zugenommen hätten. Die vor allem nordamerikanischen und europäischen ETF-Anleger seien bestrebt, ihre Portfolios gegen Unsicherheiten und die Volatilität der Finanzmärkte zu schützen und zu diversifizieren. Als Alternative würden sie auch in Goldminenaktien investieren, da diese stark mit dem Goldpreis korrelieren würden.

Für die kommenden Monate bleibe Peuron positiv gegenüber Gold gestimmt. Mehrere Zentralbanken hätten ihr Interesse an einer Aufstockung ihrer Goldreserven bestätigt, und es bestünden weiterhin große Unsicherheiten - beides Faktoren, die den Goldpreis stützen würden. (21.10.2024/ac/a/m)


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