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Analysen - Edelmetalle
17.03.2025
Allokationsoptimierung: Goldunternehmen als Hebelmöglichkeit
Crédit Mutuel AM

www.rohstoffecheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Im Januar 2025 setzte der Goldpreis seinen Aufwärtstrend von 2024 fort, angetrieben von wirtschaftlichen und politischen Risiken (Handelskriege, Inflation in den USA, politische Instabilität usw.), so Charlotte Peuron, spezialisierte Fondsmanagerin, Crédit Mutuel Asset Management.

Dies werde durch die Wiederwahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Regierungsbildung und seine ersten Dekrete noch verstärkt, wodurch die Unsicherheiten noch größer würden. All diese Faktoren brächten die Anleger zum Wiedereinstieg in diesen Sektor: Im Februar verzeichne Gold mit 2.956,2 US-Dollar pro Unze (am 24. Februar 2025) ein neues Allzeithoch. Die Nachfrage westlicher Anleger steige, sowohl durch börsengehandelte Goldfonds als auch durch die Lieferung von physischem Gold. Darüber hinaus habe China, zusätzlich zu den Käufen der Zentralbank, ein Pilotprogramm gestartet, das es Versicherungsgesellschaften ermögliche, für ihre mittel- und langfristigen Vermögensallokationsstrategien in Gold zu investieren. Alle Ampeln stünden auf Grün, was die Goldnachfrage unterstützen dürfte. Silber stünde dem in nichts nach und sei seit Jahresbeginn um 12,8% auf 32,6 US-Dollar pro Unze gestiegen.

Das derzeitige Umfeld sei weiterhin sehr günstig für die Edelmetallproduzenten. Die kürzlich von den Unternehmen veröffentlichten guten Ergebnisse für 2024, sowohl hinsichtlich Produktion als auch Finanzen, sowie der anhaltende Anstieg der Metallpreise und die gute Steuerung der Produktionskosten würden das Vertrauen der Anleger für 2025 stärken. Dies träfe umso mehr zu, da die Anleger von einem anhaltend hohen Goldpreis in diesem Jahr überzeugt seien.

Der Goldsektor habe zu Jahresbeginn deutlich besser abgeschnitten als Gold: +22,3% für den Nyse Arca Gold Miners Index gegenüber +10,8% für eine Unze Gold (am 07.03.2025 in US-Dollar). Dies lasse sich durch (a) die Qualität der von den Unternehmen gelieferten Ergebnisse, (b) die gute Entwicklung der Metallpreise und (c) eine Verzögerung bei der Unternehmensbewertung auf diesem Goldpreisniveau erklären.

In Erwartung eines weiteren Goldpreisanstiegs würden die Anleger derzeit nach dem Leverage suchen, der von den Unternehmen geboten werde – es würden wieder erhebliche Mittel in den Sektor fließen. Darüber hinaus hätten die Unternehmen ihre "Prognosen" für 2025 vorgelegt. Es sei davon auszugehen, dass die Analysten angesichts der hohen Metallpreise ihre Schätzungen nach oben korrigieren müssten, was den Sektor zusätzlich unterstütze. All diese Faktoren seien noch nicht in die Bewertungen eingeflossen.

Gold werde oft als antizyklisches Asset betrachtet und sei bei Konjunkturabschwüngen oder Marktvolatilität beliebt. Während es Inflationsschutz bieten und das langfristige Risiko-Ertrags-Verhältnis verbessern könnte, könnte die Investition in Goldunternehmen im Vergleich zu physischem Gold oder Gold-ETFs zusätzliche Vorteile bieten.

Diese Unternehmen (Goldunternehmen) würden in der Regel durch starke Fundamentaldaten und eine positive Marktdynamik begünstigt. Sie würden direkt vom Anstieg des Goldpreises profitieren, mit gut kontrollierten Produktionskosten, hohen und steigenden Margen und einer positiven Cashflow-Generierung. Darüber hinaus würden die Unternehmen über solide Bilanzen verfügen und wollten den Aktionären durch Dividenden einen Mehrwert bieten.

Obwohl der steigende Goldpreis zu einer Erhöhung ihrer Bewertungen geführt habe, würden diese Unternehmen unter Berücksichtigung der künftigen Gewinnerwartungen immer noch als relativ günstig betrachtet werden. Der Markt müsste die Nachhaltigkeit der aktuellen Goldpreisrallye noch vollständig einpreisen, was bedeuten würde, dass die Ergebnisse der Goldminenunternehmen besser als erwartet ausfallen könnten.

Darüber hinaus fände in der Branche eine zunehmende Konsolidierung statt, bei der größere Unternehmen kleinere, unterbewertete Anbieter aufkaufen und so ihr Wachstumspotenzial steigern würden.

Kurz gesagt: Investitionen in Goldunternehmen hätten den Vorteil, dass sie sowohl von steigenden Goldpreisen als auch von den operativen Stärken der jeweiligen Unternehmen, wie z. B. einem starken Cashflow, einem effektiven Kostenmanagement und einer aktionärsorientierten Strategie, profitieren würden. Diese Kombination von Faktoren könnte zu attraktiven Erträgen führen, die über die einfache Bewegung des Goldpreises hinausgehen würden. (17.03.2025/ac/a/m)



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