Der dänische Insulinhersteller NOVO NORDISK ist trotz des steigenden Preisdrucks in den USA mit einem Gewinnplus in das neue Jahr gestartet. Der Gewinn legte um 7 % auf 10,2 Mrd. DKK (1,37 Mrd. €) zu. Analysten hatten im Mittel mit weniger gerechnet. Dabei profi tierte das Unternehmen von seinem Sparkurs und positiven Währungseffekten. Die Ziele für das Gesamtjahr passten die Dänennach oben an.
Nach dem geglückten Auftaktquartal zeigt die Richtung der Novo-Nordisk-Aktie weiter nach oben. Zu Recht: Denn gerade die anderen Geschäftsbereiche neben dem Kerngeschäft mit Insulinen sorgen für positiven Newsflow. Gestern gab es eine weitere Zulassung für ein Hämophilie Präparat – es winkt das nächste große Kaufsignal.
Wie Novo Nordisk berichtet, gibt die amerikanische Zulassungsbehörde FDA grünes Licht für Rebinyn, ein Mittel gegen Hämophilie B. Sowohl Kinder als auch Erwachsene dürfen ab sofort mit diesem Präparat gegen die Bluterkrankheit behandelt werden. Die Basis für die Zulassung bildeten umfangreiche Sicherheitsstudien mit insgesamt 115 Patienten. Doch nicht nur das Hämophilie-Geschäft läuft.
Novo Nordisk zogen im währungsgemischten Stoxx 50 die Blicke auf sich. Die Papiere stiegen um 2,50 Prozent. Ein charttechnisch orientierter Händler sprach von wichtigen Kaufsignalen für die Aktie des dänischen Insulinherstellers./ck/jha/
Bagsværd, Denmark, 6 June 2017 - Novo Nordisk today announced that the European Commission has granted marketing authorisation for Refixia® for the treatment of adolescents and adults with haemophilia B. The authorisation covers all 28 European Union member states.
Refixia® is the brand name for nonacog beta pegol; N9-GP. Refixia® is indicated for prophylaxis, on-demand treatment of bleeding and surgical procedures in adolescent (>12 years of age) and adult patients with haemophilia B (congenital factor IX deficiency). The efficacy and safety evaluation was based on 115 patients across the five paradigm clinical trials, and the marketing authorisation follows the positive opinion from the Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP), under the European Medicines Agency (EMA), provided 24 March 2017.
BRUSSELS (dpa-AFX) - Novo Nordisk announced that the European Commission has granted marketing authorisation for Refixia for the treatment of adolescents and adults with haemophilia B. The authorisation
So ist es, die Zahl der Patienten ist extrem gering. Geld wird mit Diabetes verdient und in Zukunft auch vermehrt mit Adipositas.
Aktuell ist Fiasp die "größere" Neueinführung.
Spannend ist auch Semaglutide. Senkung des kardiovaskulären Risikos ist ein tolles Argument, neben einer guten Kontrolle des Blutzuckers. Klar, mit Dulaglutide gibt es schon ein Produkt, welches ebenfalls nur 1x wöchentlich gegeben werden muss. Aber hier zeichnet sich ab, das die Daten für die Risikosenkung der kardiovaskulären Ereignisse nicht so toll ausfallen könnten.
Aufpassen muss man aber bei Semaglutide, da es bei einigen Patienten den Blutzucker so schnell gesenkt hat, dass sich die diabetische Retinopathie ungünstig entwickelte. Dies kann bis zur Erblindung führen.
Solche Ereignisse sind definitiv zulassungsrelevant.
Beim Meeting der ADA (American Diabetes Association) in San Diego wurden am Mittag des 12.06. erstmals die Ergebnisse der DEVOTE präsentiert.
Diese Studie wurde gemacht, um die kardiovaskuläre Sicherheit von Tresiba zu dokumentieren. Angelegt war die Studie, ganz klassisch, als "Nicht-Unterlegenheits-Studie" (Non-Inferior-Trial).
Interessant waren hier auch die Daten zum Blutzuckerverlauf. Hier konnte eine deutliche Überlegenheit gegenüber Lantus gezeigt werden, was die Anzahl der Hypoglykämien angeht. Besonders die Reduktion schwerer nächtlicher Hypos fällt mit -53% sehr gut aus.
Wie ernsthaft muss man diese Konkurrenz nehmen? Gibt es hier im Board jemanden der sich schon im Detail mit dem Ansatz von Intarcia Therapeutics beschäftigt hat?
Wie sind die Zulassungs-Chancen? Sind die Kosten so hoch für die Behandlung, dass es erstmal keine wirkliche Konkurrenz für NVO ist?
"Das amerikanische Unternehmen Intarcia Therapeutics steht kurz davor eine revolutionäre Behandlung für Diabetes Typ 2, was den Großteil der Diabetes-Patienten ausmacht, auf den Markt zu bringen. Mit der neuen Technologie können Patienten ein winziges Implantat bekommen, dass sie mit Insulin versorgt. Nerviges Spritzen würde dann der Vergangenheit angehören. Das Implantat müsste man in einer einfachen und kurzen Behandlung nur ein bis zweimal im Jahr wechseln lassen."
Wenn der "Konkurrent" börsennotiert wäre, könnte man ja einen Teil seines Geldes in den stecken und etwaige Kursverlauste bei NVO durch Gewinne bei Intarcia versuchen auszugleichen. Aber leider ist der Laden nicht gelistet...
haben die nicht auch Mannkind's Afrezza zum "Killer" hochgejubelt? Und was ist daraus geworden? Megaflop, was ich von Anfang an gesagt habe und dafür Prügel bezog.
Wenn ich mir Intarcia anschaue, glaube ich auch nicht an einen Paradigmenwechsel. Zugegeben, die Idee ist gut und scheint wohl prinzipiell zu funktionieren.
Bei Schmerztherapie oder einer Diabetestherapie mit GLP-1 könnte das ein Ansatz sein. Aber bei Insulin halte ich das für sehr viel schwieriger. Der Insulinbedarf des Patienten ist nicht immer gleich und schwankt natürlich, in Abhängigkeit vom Tagesablauf. Hier scheinen mir doch limitierende Faktoren zu bestehen.
Aber selbst wenn sich die Technologie bewähren sollte, benötigt man noch immer Insulin! Wie es letztlich in den Blutkreislauf gelangt, ist für den Bedarf unerheblich.
Also, warum sollte NN da nun zittern?
Was ein echter Killer wäre, ein "künstliches Pankreas". Ein System, das mit eigenen Beta-Zellen Insulin produziert und das auch noch je nach Bedarf im Tagesablauf.