Der Kurs spielt bei der KE mit Bezugsrecht für Aktionäre keine Rolle: Wenn das Unternehmen 1000 Euro durch die KE einnehmen will und es 100 Aktien gibt, muss jeder Altaktionär pro Altaktie 10 Euro zahlen. Wieviel neue Stücke das Unternehmen dafür ausgibt ist Kosmetik, und beeinflusst natürlich die Anzahl und den Wert der Bezugsrechte und den Kurs nach der KE. Vonovia will pro Aktie im Herbst zwischen 10 und 13 Euro pro Aktie -- Altaktionäre, die das voll zahlen, haben keine Verwässerung, die anderen werden nach der KE einen geringeren Anteil am Unternehmen halten. Aber der Wert des gesamten Unternehmens steigt durch die KE auch.
Die KE hat natuerlich Einfluss z.B. auf den Hebel im Vonovia Portfolio und damit die Rendite/Gewinn und das Risiko. Optisch faellt durch die KE natuerlich auch der NAV (etc) pro Aktie, dass muesste aber eigentlich fuer Investoren irrelevant sein wenn ich mich nicht irre. Muss ich nochmal drueber nachdenken...
Des Weiteren kann es auch sein, dass einige Aktionaere nicht _zusaetzlich_ in Vonovia investieren moechten, und daher z.B. erstmal einen Teil ihrer Aktien jetzt verkaufen und dann die Bezugsrechte der restlichen Aktien nutzen, um wieder auf ihr urspruengliches Investmentniveau zu kommen. Oder sie verkaufen die Bezugsrechte spaeter direkt, zu dem dann gueltigen Preis.
Eine KE mit Bezugsrecht ist also kein non-event und etwas nachdenken schadet nicht.
Du hast absolut recht mit Deiner Vermutung, dass Insider direkt nach dem Mietendeckel Urteil Kenntnis vom Deal mit Dt. Wohnen hatten. Und natürlich haben diese sofort verkauft.
Das ging über einen Zeitraum von ca. 2 - 3 Wochen so. Alle anderen Anleger wurden künstlich dumm gehalten!
Die 3 bis 4 Mal in den letzten 30 Jahren, wo ich eine Kapitalerhöhung als Aktionär mitgemacht habe, macht mich sicher nicht zum Spezialisten.
Aber jeder handelt nach seinen Erfahrungen, und da habe ich ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht, wenn der Aktienkurs zwischen Ankündigung und Vollzug der KE erheblich sinkt.
Am Tag X wird jeder von uns nicht nur die Position Aktie zu einem geminderten Preis im Depot haben, sondern auch eine zweite Position Bezugsrechte. Soweit so gut, wenn die Summe der beiden Positionen auch das ausmachen, was vorher die eine Position war.
Der Unterschied ist:
Zeitgleich zum Tag X bekommen wir ein Schreiben von der Bank, wie sollen uns bis zum Tag Y entscheiden, ob wir das Bezugsrecht ausüben. Dann tickt die Uhr. Wer bis zum Tag Y nicht reagiert, dem seine Bezugsrechte werden am Tag Z „bestens“ verkauft.
Kennen wir doch alle, wenn 100.000 Kleinanleger am gleichen Tag eine Aktie „bestens“ verkaufen würden, dann bricht der Kurs kurzfristig extrem ein.
Solche pauschalen Aussagen „der Kurs ist egal für die KE“ ist aus Sicht von einem Kleinanleger wie ein A….tritt.
Ich gehe einfach davon aus, dass hier im Forum etwa 98% Kleinanleger sind.
Mein Problem bei dieser Geschichte ist der Zeitdruck. Eine Entscheidung innerhalb weniger Wochen zu treffen ist einfach nicht mein Ding. Die Bezugsrechte können aber nur wenige Wochen gehandelt werden.
Unterm Strich bin ich jedoch froh, dass der Kurs heute wieder ansteigt. Genau deshalb habe ich heute auch meine noch nicht erreichten Kauforders nachgezogen.
m.E. sinkt der NTA durch eine KE die unterhalb des NTA's statt findet. Da die neuen Aktien jedoch "guenstiger" erstanden sind, bzw. Bezugsrechte verkauft werden koennen, ist das nicht unbedingt direkt ein Verlust fuer Altaktionaere.
Die Uebernahme selbst hat natuerlich auch einen (wahrscheinlich groesseren?) Einfluss auf den NTA, sowie die in dem Zusammenhang auch an die Politik getroffenen Zusagen.
Ich bin hier (noch?) nicht investiert, u.a. auch weil ich mittelfristig steigende Zinsen als negativ fuer Immobilien sehe. Die politische Dimension ist ein anderer Grund... vor 2008 waren z.B. Versorger wie RWE und EON sehr gute Investments. Doch die bekamen dann von der Politik jahrelang Gegenwind. Das moechte ich eigentlich nicht nochmal durchmachen.
Du kannst Dich jetzt schon zur KE entscheiden: Multipliziere die Zahl Vonovia Aktien in Deinem Depot (inclusive der SCRIP Dividende, falls dabei) mit 12 Euro. Nur wenn Du bis Herbst ungefähr diesen Betrag ansparen kannst und willst, dann kannst Du partizipieren. Sonst musst Du die Bezugsrechte (oder jedenfalls einen grossen Teil davon) verkaufen. Ich hatte oben "Kosmetik" geschrieben, aber "Psychologie" wäre wohl besser gewesen. Für die Mathematik spielt es keine Rolle, ob ein Unternehmen in 100 Stücken zu 200000 Euro oder einer Million Stücken zu 20 Euro gehandelt wird, aber für Kleinanleger und die Psychologie schon. Außerdem kostet das hin-und-her mit Dividende und dann KE wie bei Vonovia natürlich Bankgebühren. Warren Buffet macht das nicht, aber Vonovia zahlt da etwas für die Psychologie und vielleicht auch für gute Beziehungen zu den Banken.
Das Verfassungsgericht wird als erstes geschlossen, wenn wir Wohnungskapitalisten keine Steuern zahlen. Da ich auch DW halte, habe ich da nur die Wahl zwischen Warten auf den Squeeze-Out oder das Cash-Angebot mit Besteuerung meiner Gewinne, und dann den Rest bei Vonovia wieder reinzustecken. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass die Politik die Übernahme gut findet
Irgendwo stand zu lesen, dass der Immobilien Bestand 80Mrd. ist. Der Aktienwert aber nur bei 40Mrd. So sollte genügend Luft nach oben sein und Dividende gibts on top
pro Aktie gem. NAV. Das vorletzte Posting ist falsch!!! Gemessen am NAV ist Aufwärtspotenzial von nur ca. 35% fundamental gerechtfertigt. Ausreichend für mein Invest.
Wer da mitmachte verlor seinen Einsatz Weile die entsprechenden Kurse nach unten erreicht wurden. Der Emittent freute sich. Als Aktionär konnte man es aussitzen und bekam auch noch die Dividende. Also Vorsicht vor vermeintlich schnellen Gewinnen. Meine Meinung
Deshalb bin ich hier erst mal raus. Der Tatort gestern gab mir dabei auch zu denken. Fühle mich hier als Anteilseigner nicht wohl. Schwenke daher lieber zu Unternehmen wie Nibe mit ihren Wärmepumpen. Die Ke will ich nicht mittragen.